BCAAs – Die Supplementlüge

BCAAs

Training und Ernährung sind heutzutage einem ständigen Wandel unterworfen, was „FRÜHER“ galt ist heute wissenschaftlich widerlegt und muß entsprechend korrigiert werden.
Leider spielt aber gerade bei den Supps, bei den Herstellern und den Studioinhabern, die Profitgier Geld und oder Ignoranz die größere Rolle als deren Intelligenz.
BCAAs sind nichts anderes, als eine unvollständige Proteinquelle für viel Geld.
Nur sollte man sich eben bewusst sein, dass so ziemlich alles andere verfügbare sinnvoller ist und BCAAs wohl die größte Marketinglüge der
Supplementindustrie neben Testosteronboostern und Nutrient Partitionern sind.
Die Lüge ist sogar so gut inszeniert, dass manche Hersteller sie anbieten müssen, obwohl sie es eigentlich nicht wollen, da sonst Kunden nicht kaufen.
Hoffentlich hat das bald ein Ende. Jeder kann seine eigenen Entscheidungen treffen aber sollte dafür den Zugang zu korrekten Informationen haben, damit er nicht von Supplementlügen fehlgeleitet wird.

Die Kurzversion

Wenn wir die Muskelproteinbiosynthese „anwerfen“, dann brauchen wir für vollständige Effektivität EAAs, also die essentiellen Aminosäuren. Genau wie ein Auto nicht fährt, nur weil man mal aufs Gas drückt, sondern man auch Benzin im Tank braucht. Wo ist jetzt das Problem?

BCAAs sind nur ein Teil der EAAs und reichen daher nicht aus, um wirklich effektiv zu sein.
Sollte auch nicht schwer zu verstehen sein – ein Haus bauen ohne ausreichende Bausteine wird nichts, egal wie viele Arbeiter verfügbar sind. Ein Auto fährt nicht ohne Benzin, egal wie sehr man aufs Gaspedal drückt.

Effektive Muskelproteinbiosynthese braucht EAAs, da reichen die drei BCAAs eben nicht aus.
BCAAs sind sogar nur marginal besser als Placebo – ca 30% besser. Und deutlich SCHLECHTER als vollständige Proteinquellen, wie zum Beispiel aus einem simplen Whey Protein.
Ja, man braucht auch keine isolierten EAAs. Whey oder ähnliche Proteinquellen bieten Alles und das zu einem günstigen Preis. Besondere Vorsicht ist übrigens bei EAA-Supplements geboten: Einige Hersteller wollen tricksen und ändern das Verhältnis der einzelnen Aminosäuren, damit das Produkt nicht scheußlich schmeckt.
Wer teuren Geschmack will, kann BCAAs weiterhin nutzen. Ich maximiere lieber die Proteinbiosynthese durch ein hochwertiges Protein wie Whey und trinke dann ne Cola-Light für den Geschmck (und nein, Aspartam tötet nicht.) Oder eben andere Geschmackspulver, die dann auch keinen Leucingeschmack haben.
Jetzt werden bestimmt einige kommen – „aber hey, gibt es nicht Situation XY, wo BCAAs doch besser sind?“ – nein. BCAAs sind kaum besser als „Nichts“ und um Welten schlechter als vollwertiges Protein, anhand der verfügbaren Evidenz.

Quelle: The Classic Body

 

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