Selbstverteidigung, was ist das eigentlich?

Selbstverteidigung wird heute generell mit verschiedenen Kampfsportarten verbunden.

 

Ich „mache“ Karate, ich „mache“ Ju-Jutsu, ich „mache“ Judo oder ich „mache“ Krav Maga.
Diese Aussagen kennt jeder, der schon einmal mit Kampfsportarten irgendwie zu tun hatte.

Es gibt wahrlich unzählige Kampfsportarten die man erlernen kann.

Nun, erst einmal kann man Kampfsportarten nicht mal eben so „machen“, dazu bedarf es jahrelangem, manchmal sogar lebenslangem Training und zum zweiten hat das Kampfsporttraining nur andeutungsweise etwas mit wirklicher Selbstverteidigung zu tun.

Warum ist das so?

Die Erklärung ist denkbar einfach: in dem Namen Kampfsport ist das Wort Sport enthalten. Hier geht es fair nach sportlichen Regeln zur Sache. In der Regel werden hier Schläge und Tritte nur angedeutet oder mit leichtem Kontakt ins Ziel gebracht. Armhebel oder Locks werden beim Abklopfen des Trainingskameraden sofort unterbrochen.
Das Ziel liegt beim Kampfsport primär in der Übung von Disziplin, Fairness, Fitness und Körperbeherrschung. Dazu ist ein tägliches Training unabdingbar.
Leider haben viele Kampfsportler auch nach jahrelangem Training in einer Auseinandersetzung auf der Straße, mit brutaler Gewalt und meistens mehreren bewaffneten Gegnern, keine ausreichenden Erfolgschancen unbeschadet aus dieser Situation zu entkommen.

Der Unterschied!

 

Selbstverteidigung bedeutet, aus einer unmittelbaren Notsituation unbeschadet zu entkommen und nur den Schaden anzurichten der dafür erforderlich ist.
Das Ziel in der Selbstverteidigung ist primär nicht zu kämpfen.

Erkennen / Vermeiden / Verteidigen

Erkennen: von Gefahrensituationen im Alltag und prophylaktischer Planung seines Tagesablaufs. Wohin gehe ich heute, wer ist bei mir, wann fährt der letzte Bus/Bahn und passt meine Kleidung zu meiner Umgebung? Welche Möglichkeiten habe ich, um mich verteidigen zu können.

Vermeiden: von Eskalation durch Sprache, Körpersprache und Provokation. Hierbei ist es wichtig sich von Gegenständen des täglichen Lebens trennen zu können (Geld, Zigaretten, Mobiltelefonen oder Schmuck) und trotzdem die Aggressoren gut zu beobachten (Kleidung, Narben, Ringe, Tattoos, Körpergröße, Aussprache). Material kannst Du ersetzen, Leben nicht.

Verteidigen: der eigenen Person und oder anderer Personen die in Not geraten sind. Hierbei gehen wir sofort und mit ganzer Härte in die Verteidigung. Hier ist eine Grenze überschritten und eine unmittelbare Notsituation für uns entstanden. Jetzt wollen und müssen wir angreifen, verletzen oder sogar Töten, um unser oder anderer Leben zu schützen. Dabei ist es auch nicht mehr relevant zu welchen Mitteln wir greifen, Hauptsache SELBSTVERTEIDIGEN.

Was lernen wir nun daraus?

Selbstverteidigung ist realistisch, schmutzig, gemein und hinterhältig in ihrer Anwendung.
Die Schulung dauert nur wenige Wochen und beinhaltet primär Gesetzeskunde zum §32 StGB und eine Ausbildung in Erster Hilfe.
Sekundär, das Anwenden von Gewalt gegen Menschen und Tiere sowie unterstützende Mittel zur Selbstverteidigung.

Ich würde mich freuen, Dich zu einem erfolgreichen Streetfighter ausbilden zu dürfen.

1 Gedanke zu „Selbstverteidigung, was ist das eigentlich?

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