Sport und Alkohol

Ein Bier nach dem Sport, oder ein Kurzer vor oder nach dem Essen, tritt Deiner Regeneration und Deiner Verdauung mit Anlauf in den Arsch!

WARUM IST DAS SO?

Jeder kennt das Ritual: besonders die Mannschaftssportler, nach dem Training ins Vereinslokal und dann auf den Sieg anstoßen oder zum Griechen um die Ecke. Zwei, drei Bier, ein Schnaps vor dem Essen und einen hinterher, „zur besseren Verdauung“.
Nach hartem Training, oder nach einem anstrengenden Wettkampf, braucht Dein Körper RUHE und ausreichend MAKRONÄHRSTOFFE, um sich zu erholen und zu regenerieren.

Was aber passiert jetzt mit Deinem Körper unter Alkoholeinfluss?


Ganz nüchtern betrachtet, wird Alkohol im Körper in Acetaldehyd umgewandelt. Er behindert die Proteinsynthese und das Muskelwachstum. Ein Alkoholkonsum ab 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht führt zu einer Reduzierung der Proteinsynthese um 20 bis 35 Prozent binnen einer Stunde.

Bei der Untersuchung mit Hobbysportlern bekam eine Gruppe nach einem Krafttraining einen Fruchtsaft mit einer moderaten Menge Alkohol (Wodka-Orangensaft). Die Kontrollgruppe bekam die gleiche Menge Saft, bei der die dem Alkohol entsprechende Menge Energie zugesetzt war. Nach 36 und 60 Stunden wurde bei den Probanden mittels einer speziellen Ausrüstung ihre Leistungsfähigkeit erneut gemessen.

„Der Abstand zwischen dem Trinken und dem Messen betrug 2 bzw. 3 Tage später“,  Das wäre also eigentlich genug Zeit, den Alkohol abzubauen. „Doch mit dem Konsum von Alkohol war der Verlust an Muskelleistung deutlich größer, sogar fast doppelt so groß wie bei der Kontrollgruppe.“ Auch 60 Stunden später war die Maximalkraft noch um bis zu 50 % geringer als bei den Abstinenzlern. „Normalerweise erwartet man noch einen Verlust an Leistung, doch unter Alkoholeinwirkung war dieser Verlust extrem hoch. Dies zeigt, dass, wenn man nach einem exzentrischen Training Alkohol zu sich nimmt, die Fähigkeit der Muskeln sich zu erholen, gebremst wird. Daher würde ich jedem empfehlen, der seinen Sport ernst nimmt, nach dem Training, einem Spiel oder in der Erholungsphase auf Alkohol zu verzichten.“

Alkohol hat in einer ernsthaften Sporternährung  nichts zu suchen.

Unterschiedliche Auswirkungen von Alkohol

Schon die kleinsten Dosierungen wirken auf das Gehirn, können jedoch zu unterschiedlichen Effekten führen. Je nach Person und Gemütslage kann die Wirkung von Alkohol in einer gesteigerten Redseligkeit, einer anregenden Stimmung und einer Enthemmung bestehen. Jedoch kann die heitere Laune auch rasch in Gereiztheit und Aggressivität umschlagen. Bei steigendem Blutalkoholspiegel kommt es zu Sprach- und Wahrnehmungsstörungen. Mit zunehmendem Promillegehalt sind Ermüdung und Benommenheit die Folge. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zum Koma, das lebensbedrohlich sein kann. Leider gehört Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft zum sogenannten Lifestyle, jedoch gilt auch hier der Leitsatz des Paracelsus:

Sola dosis facit venenum.

 

Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist.

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